Regina Rupprecht    Praxis für Ganzheitliche Körpertherapie
Hawaiianische Körperarbeit:  Therapeutische Berührung mit dem Zauber von Hawaii

Hawaiianische Körperarbeit:
Therapeutische Berührung mit dem Zauber von Hawaii

Der wichtigste Aspekt dieser Körpertherapie besteht aus einem ehrlichen und natürlichen Umgang mit dem Selbst (dem aina, aumakua = geistigen Führer oder Wächter), dem Klienten und Akua (Gott). Eröffnet werden diese Behandlungen mit einem hawaiianischen Gebet, welches von dem/der Therapeut/in gesungen oder gesprochen wird.

Die hawaiianische Körperarbeit ist die ‚handgreifliche‘ Manifestation von Aloha und bedingungsloser Liebe, die dem weichen Körpergewebe auf kunstvolle Weise mitgeteilt wird. Wie alle Heilkünste hat sich auch Lomi Lomi im Laufe von Jahrtausenden entwickelt. Sowohl die asiatischen Heilkünste als auch die europäischen Methoden fließen zusammen und umfassen Körper, Geist und Seele. Neben Massage und Körperarbeit fließt das Bewußtsein des Gebenden wie auch des Empfangenden ein. Im Zentrum dieser Körperarbeit steht ein Bewußtseinszustand, der den Zauber und die ‚aloha‘ Hawaiis reflektiert. Dabei werden der Körper und seine Energiebahnen durch das sanfte, aber bestimmte Lockern, Lösen und Lieben des weichen Gewebes gereinigt, verwandelt und energetisiert.

Lomi Lomi Nui
bedeutet in der Übersetzung so viel wie «Massage aus dem Zentrum des Seins» und beschreibt eine uralte hawaiianische Massagearbeit, die auch Bodywork Lomi Lomi genannt wird. Schon in vorhawaiianischer Zeit wurde diese Massage als Übergangsritus eingesetzt und diente in den alten Tempelstätten Hawaiis der physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Reinigung.

Wie die Wellen der Meeresbrandung gibt sie dem Körper sehr sanfte und auch sehr tiefe Empfindungen. Lomi Lomi ist die Welle, welche den Körper sanft trägt, ihn um sich selbst dreht, angenehm drückt und immer wieder lange und harmonisch über den Körper streicht. Lomi Lomi besteht außerdem aus Loslassen und Vergeben, wodurch alle Aspekte des Selbst harmonisiert werden. Dies geschieht durch den sehr achtsamen und aufmerksamen Kontakt, einem Zusammenspiel von Geben und Nehmen, dass vom Moment geleitet wird.

Lomi Pohaku (Stein)
Für Hawaiianer sind Pohaku belebt mit der Lebenskraft ‚Mana‘. So ist es für sie möglich, dass sich ein göttliches Wesen ein Pohaku als Ruheplatz aussucht oder diese die Energie von Gottheiten in sich tragen; sie sind kraftvoll und heilig. Steinmassagen entstammen einer uralten Tradition, Steine sind Teil der beseelten Natur. Noch heute nutzt man die heilende Kraft des Pohaku, schätzt und verwendet sie in der Lomi Lomi Pohaku Massage. Sie wird als sehr stärkend und heilend empfunden.

Wie die Hawaiianer sagen: Achte und ehre den Stein, es gibt ihn nur einmal und kein anderer gleicht deinem Stein.

Massiert wird ursprünglich mit sieben Steinen, es können aber auch mehr genommen werden. In der Tradition sind drei spezielle Steine bei der Massage dabei: Der Niho-Stein für die Fußmassage,  Hono (Schildkröte) für den Solarplexus und Manu für die Erdpforte sowie eine Cassis Rufa (eine Meeresschnecke aus dem pazifischen Ozean) für das Element Wasser.

Anam Cara
Anam Cara bedeutet nach keltischem Verständnis „Seelenfreund“. Der Anam Cara ist ein Mensch, dem man Geheimnisse seines Lebens offenbaren kann. Die Beziehung zu ihm ist geprägt durch Anerkennung und ein tiefes Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist eine Freundschaft, die sich über alle Grenzen der Konvention und Moral hinwegsetzt. Man ist auf eine urtümliche und ewige Weise mit dem „Freund seiner Seele“ verbunden. Dem Anam Cara offenbarte man sein Innerstes, seinen Geist und sein Herz. Diese Freundschaft war ein inniger Akt der Anerkennung und der Zuwendung. 

Genau dieser Aspekt trägt diese Behandlung: Denn ein jeder von uns hätte einen Anam Cara, einen Seelenfreund, sehr nötig. Eine solche Liebe schenkt uns das Bewusstsein, verstanden zu werden und zwar so wie wir sind, ohne Masken oder Verstellungen. Die Liebe weckt das Verständnis, und Verständnis ist wertvoll. Denn wo wir uns verstanden wissen, da sind wir zu Hause. Verständnis fördert die Zugehörigkeit. Wenn wir uns wirklich verstanden fühlen, können wir unser Selbst bedenkenlos der Seele unseres Gegenübers anvertrauen; dieser Aspekt ist in tiefer Körperarbeit sehr wichtig.

Anam Cara bedeutet aber auch, Freundschaft mit dem eigenen Körper zu erlangen. Der Körper ist unser Zuhause, in ihm wohnt unsere Seele. Diese Erkenntnis verleiht ihm eine heilige, mystische Würde. 

Dieses Erkennen der inneren Freundschaft weckt in uns neue Schöpferkraft, wir begegnen unseren vergessenen und vernachlässigten inneren Reichtümern. Wir kehren heim zu unserem Selbst, lernen in uns zu ruhen und uns anzunehmen. 

All diese Aspekte integriert diese Behandlung miteinander. Die Energiearbeit und Massage Anam Cara kombiniert verschiedenste Massage-Techniken, die den Menschen unserer hektischen Zeit in harmonischen Einklang mit sich und der Welt bringen. Die Seele erholt sich durch beruhigende Musik, die sanfte Stimme des Therapeuten, angenehme Düfte und das Gefühl, geborgen und angenommen zu sein. 

In unserer Gesellschaft besteht eine immer größer werdende Angst, Gefühle und Berührung zuzulassen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Nähe und absichtsfreier Zuwendung. Diese Massage ist ein ideales Mittel, um diese Diskrepanz aufzulösen und auch sich selbst wieder ein Stück näherzukommen. Die sanfte, liebevolle Massage, im Wechsel mit tiefer Energiearbeit und Worte des Segens wird zu einer einzigartigen  Erfahrung für Therapeut und Gast: Eine Behandlung mit Energiearbeit und Meditation.